Das Cybersicherheitszentrum CRISP (Center in Research in Security and Privacy) in Darmstadt hat sich im deutschlandweiten und internationalen Vergleich exzellent entwickelt. Der Bund hat sich jetzt entschieden, CRISP im nächsten Jahr als neues Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit zum größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet in Deutschland auszubauen und dauerhaft zu fördern. Dies gaben Ministerpräsident Volker Bouffier und Wissenschaftsminister Boris Rhein beim Besuch der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel an der Technischen Universität Darmstadt am Montag bekannt. „Ich freue mich sehr, dass der Bund mit Darmstadt einen Standort in Hessen für das neue Forschungszentrum ausgewählt hat. Cybersicherheit ist ein zentrales Thema zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern. Mit dieser Kompetenz bewahren wir unsere Bevölkerung, Unternehmen und Behörden vor Schäden und Verlusten. So sichern wir unsere Innovationen vor Technologiediebstahl ab“, sagte der Regierungschef.

Der Bund investiert viel in das neue Zentrum: Ausgehend von 12,4 Millionen Euro im Jahr 2019 soll die Förderung schrittweise auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag anwachsen. Gründungsdirektor wird Professor Dr. Michael Waidner, Professor an der Technischen Universität (TU) Darmstadt und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt. Wissenschaftsminister Rhein sagte: „Wir haben in Hessen die wesentlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich der Bund entschlossen hat – über die Fraunhofer-Gesellschaft als eine der führenden Forschungsorganisationen in Deutschland – dieses neue Zentrum in Darmstadt signifikant zu unterstützen. Damit werden wir in Hessen, gemeinsam mit dem Bund, viele neue hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu diesem Schlüsselthema nachhaltig unterstützen.“

Auf ein außerordentlich wichtiges Zukunftsthema gesetzt

Die Hessische Landesregierung habe mit der Cybersicherheit auf ein außerordentlich wichtiges Zukunftsthema gesetzt und dessen Aufbau am Standort Darmstadt schon seit 2008 im LOEWE-Programm massiv unterstützt, sagte der Ministerpräsident. Bereits im vergangenen Jahrzehnt habe das Land die große Bedeutung des Themas erkannt – also lange bevor über Digitalisierung gesprochen wurde. Konsequent sei der Ausbau von Cybersicherheit in Hessen betrieben worden. „Ich bin stolz, dass Hessen hier im deutschlandweiten und internationalen Vergleich bereits heute eine Spitzenposition besetzt“, sagte Volker Bouffier.

Die Fraunhofer-Gesellschaft werde das neue Zentrum leiten und in enger Kooperation mit den Darmstädter Hochschulen aufbauen. Sie werde dafür Sorge tragen, dass zum Wohle und Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern geforscht werde, erklärte Wissenschaftsminister Rhein: „Somit werden aus kluger Forschungsförderung für die Bevölkerung und die Wirtschaft Mehrwerte entstehen, die uns im digitalen Alltag schützen.“

Die Cybersicherheitsforschung Hessens im Zentrum CRISP werde zu einem wichtigen Element der Cybersicherheitsstrategie des Bundes, führte der Ministerpräsident weiter aus. CRISP werde in der Fraunhofer-Gesellschaft so organisiert sein, dass auch Unternehmen in Hessen und in ganz Deutschland einfach und effizient von den neuesten Forschungsergebnissen profitieren können.

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